Aufgewacht, schön fruchtig gefrühstückt und dann mit dem Rad zum Königspalast. Auf dem Weg dorthin fahren wir den kürzesten Weg durch ein paar Stadtviertel. Hier holt uns die Realität wieder ein. Straßenbau, mit wie ich meine Zwangsarbeitern. Auch Kinder müssen schwere Steine tragen oder große Steine mit dem Hammer zertrümmern. Am Eingang des Palastgeländes erwartet uns bereits das Militär. Am Eingang wird einem auf einer riesigen Tafel erklärt, in welche Richtungen man fotografieren darf und wo nicht. Später erfahre ich, dass in diesem Gelände auch eine Militärbasis ist.
10$ p.P.!! und wir sind drin. Ärgert mich, dass wir trotz all unser Vorplanungen nun doch das Militär unterstützen.
Im Gelände sind die Gebäude schon beeindruckend. Leider rennen überall zivile Aufpasser herum, die beobachten was man fotografiert. Ich bin froh als wir wieder gehen.
Danach geht´s zum Mandalay Hill und wir wollen den Sonnenuntergang ansehen. Wir gehen los, ca. 930 Stufen sind es. Am vermeintlichen Endpunkt angekommen setzen wir uns auf eine Bank und erholen uns. Plötzlich tauchen 2 Mönche auf und wir kommen ins Gespräch. Einer davon spricht fließend englisch und ist sehr interessiert. Ein charismatischer Mensch, der uns in den Bann zieht; und das mit gerade mal 25 Jahren. Über ihn kriegen wir zum ersten Mal mit, wie es wirklich läuft. Wie die Regierung das Volk unterdrückt und wie es Angst vor den Repressalien hat. Am "Gipfel" zeigt er mir das Gefängnis von Mandalay und sagt, dass viele Mönche immer noch dort eingesperrt sind. Bei jedem Satz, sieht er sich zuvor um und senkt seine Stimme. Er meint, dass es zu viele Spitzel gibt. Traurig, traurig!
Wir steigen ab und ich kaufe ihnen noch einen Energydrink als Dankeschön für das schöne Gespräch. Wir tauschen E-Mail Adressen aus. Ich versuche ihn zu unterstützen.
Harry
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