Montag, 5. April 2010

06.03.2010 4. Tag Mandalay

Aufgewacht, schön fruchtig gefrühstückt und dann mit dem Rad zum Königspalast. Auf dem Weg dorthin fahren wir den kürzesten Weg durch ein paar Stadtviertel. Hier holt uns die Realität wieder ein. Straßenbau, mit wie ich meine Zwangsarbeitern. Auch Kinder müssen schwere Steine tragen oder große Steine mit dem Hammer zertrümmern. Am Eingang des Palastgeländes erwartet uns bereits das Militär. Am Eingang wird einem auf einer riesigen Tafel erklärt, in welche Richtungen man fotografieren darf und wo nicht. Später erfahre ich, dass in diesem Gelände auch eine Militärbasis ist.

10$ p.P.!! und wir sind drin. Ärgert mich, dass wir trotz all unser Vorplanungen nun doch das Militär unterstützen.

Im Gelände sind die Gebäude schon beeindruckend. Leider rennen überall zivile Aufpasser herum, die beobachten was man fotografiert. Ich bin froh als wir wieder gehen.

Danach geht´s zum Mandalay Hill und wir wollen den Sonnenuntergang ansehen. Wir gehen los, ca. 930 Stufen sind es. Am vermeintlichen Endpunkt angekommen setzen wir uns auf eine Bank und erholen uns. Plötzlich tauchen 2 Mönche auf und wir kommen ins Gespräch. Einer davon spricht fließend englisch und ist sehr interessiert. Ein charismatischer Mensch, der uns in den Bann zieht; und das mit gerade mal 25 Jahren. Über ihn kriegen wir zum ersten Mal mit, wie es wirklich läuft. Wie die Regierung das Volk unterdrückt und wie es Angst vor den Repressalien hat. Am "Gipfel" zeigt er mir das Gefängnis von Mandalay und sagt, dass viele Mönche immer noch dort eingesperrt sind. Bei jedem Satz, sieht er sich zuvor um und senkt seine Stimme. Er meint, dass es zu viele Spitzel gibt. Traurig, traurig!

Wir steigen ab und ich kaufe ihnen noch einen Energydrink als Dankeschön für das schöne Gespräch. Wir tauschen E-Mail Adressen aus. Ich versuche ihn zu unterstützen.

Harry

05.03.2010 3. Tag Mandalay

Wir haben uns ein Ticket für die Strecke nach Mandalay besorgt, da die Strecke mit dem Bus ca. 20 Stunden dauert. Bei meiner Größe und den burmesischen Bussen ein Unding. Wir fahren zum Flughafen und habe ein mulmiges Gefühl. Hmm, Yangon Airways ... ach wird schon gut gehen. Ich sehe mich um und natürlich keine Touristen für diesen Flug, alle stehen für Air Bagan an. Sweetie versucht meinen Puls unter 100 zu bekommen und wir steigen ein. Wieder erwarten war der Flug echt ok. Der Pilot setzt die Turboprop ordentlich auf und ich bin sehr zufrieden mit Yangon Airways. Noch ... :-)

Wir gehen aus dem Flughafen raus und ein professioneller Taxiservice fährt uns für 4000 Kyatts in die Stadt. Das, im Loose erwähnte "Hotel Mandalay" gefällt uns beiden nicht und wir begeben uns zur 2. Alternative. "Peacock Lodge" ist ein Traum. Alice ist wunderbar, sie kümmert sich um alles, Tickets, Ausflüge usw.! An diesem Abend wollen wir zum Sunset Point und den Sonnenuntergang geniessen. Ich weiß nicht ob wir richtig waren, aber wo wir ankamen war es ziemlich ärmlich. Hier leben die Holzarbeiter, die die Schiffe mit Holz be -und entladen. Bin ja einiges gewöhnt, aber nachdem uns viele Kinder leider anbetteln, werden aus der versprochener Stunde leider nur 10 Minuten. Sweetie verschenkt noch ein paar Sticker und Anstecker an die Kinder und wir fahren zu einem China Imbiss. Das Essen ist lecker und wir lassen den Abend im Garten der "Peacock Lodge" ausklingen.

Harry

04.04.2010 2. Tag Yangon

Nach einem üppigem Frühstück gehen wir in den Karaweik Park. Natürlich in der Mittagssonne. Wir zahlen 2$ pro Nase und gelangen in den riesigen Park. Eine schöne Holzbrücke führt über den See, am anderen Ende können wir das weltbekannte Karaweik Palace sehen. Nachdem wir uns verlaufen gehen wir auf die Suche nach einem Taxi und lassen uns ins Hotel zurück fahren. Nach einem kurzen Nickerchen fahren wir zum City Market. Wir kaufen Wasser und Bier uns lassen den Tag im schönen Garten des Hotels ausklingen. Schön langsam weicht die Anspannung und ich freue mich auf die kommenden Tage.

Harry

Donnerstag, 1. April 2010

03.03.2010 1. Tag - Yangon

Nach einem ruhigen Flug sind wir in Bangkok angekommen. In einer guten Stunde startet unser Flug nach Yangon. Hab ein mulmiges Gefühl. Dann geht´s los. Angekommen in Yangon schnappen wir uns ein Taxi und lassen uns ins Kandagwi Palace bringen. Ein Prunkbau mit viel Teakholz. Eigentlich gar nicht unser Ding. Einchecken verläuft ohne Probleme und wir gehen sofort los.

Natürlich in der Mittagssonne geht es zur Shwedagon Pagode. Bin leider noch zu unentspannt um dieses grandiose Bauwerk zu geniessen. Ich setze mich neben einen Schrein und sauge die Umgebung auf. Eine Prozession kommt an uns vorbei, die Pagoden-Feuerwehr kommt lachend an uns vorbei und läuft anscheinend an einen Brandherd. Sie lachen sich so kaputt, dass mich die "Feuer, Feuer" Rufe gar nicht stören. Haben wohl mit ihrem 10 Leiter Eimer alles im Griff. Naja, nach ca. 1 1/2 Stunden gehen wir die Shwedagon Pagoda Rd. Richtung Süden ins Zentrum. Haben nämlich noch keine Kyatt.

Am Bogyoke San Market werden wir sofort mit "Change, change" Rufen empfangen. Wir wollen warten, da man das ein oder andere hört. Dann verquatsche ich mich bei einem und er rennt uns hinterher. Wir wollen ihn abhängen und gehen in ein Hotel, ich komme mir vor wie James Bond, sehe nach draußen, sie warten. Mist! Naja, nehme mein Cap ab, Sweetie macht die Haare auf und wir laufen los. Wir freuen uns, doch ... da sprint er uns von hinten vor die Füße. Der Kerl ist der Hammer, schneller als Hussein Bolt. Naja, härter im Ton hauen wir ab und tauschen 250$ im Central Hotel. Wir kriegen 240000 Kyatt. Auf keinen Fall Dollarscheine knicken in Burma!! :-)

Umtausch soweit erledigt, ich zähle nach, sehe aus dem Fenster und wer drückt die Nase an die Scheibe? Der Geldhändler. Ich dreh am Rad, ist der Kerl vom Yangoner Geheimdienst?

Naja, hängen ihn trotzdem ab, wahrscheinlich hat uns der Kerl einen GPS Sender verpaßt. :-)

Durchs muslemische Viertel geht´s zur Strand Rd. und bin enttäuscht. Kein Blick auf den Ayerawaddy sondern eine riesige Mauer, die das Hafengelände umgibt. Wir essen noch was in einem Strassenlokal, an den bösen Blicken als ich nach Bier frage erkenne ich sofort .. Ups, muslemisches Viertel! :-)

Ok, morgen wird alles besser